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Akupunktur
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| Die Akupunktur ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird
seit mehr als 5000 Jahren angewandt. Sie gehört zu den Konstitutionstherapien bei denen
nicht die Krankheit sondern der kranke Mensch in seiner gestörten Regulation behandelt
wird. Nach Ansicht der TCM führt ein Ungleichgewicht zwischen den Gegenpolen der
Lebensenergie (Yin und Yang) auf Dauer zur Krankheit. |
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| Die Lebensenergie kreist im Körper auf Bahnen, die Meridiane genannt werden.. |
| Feine Nadeln aus Edelstahl Gold oder Silber werden an exakt festgelegten Punkten auf diesen Meridianen durch die Haut gestochen und leiten die Energie von Orten hoher Energie ("Fülle") zu Orten niedriger Energie ("Leere") um.
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Dadurch werden Blockaden im Energiefluss gelöst, die Energie im Körper wieder
harmonisiert und die Selbstheilungskräfte aktiviert.
| Eine Sonderform der Akupunktur ist die Ohrakupunktur die vom französischen Arzt Nogier
maßgeblich weiterentwickelt wurde. Er fand heraus, dass auf der Ohroberfläche
alle Körperteile und Organe repräsentiert sind und so beeinflusst werden können.
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Wirkung
Der Wirkungsmechanismus beruht auf Ausschüttung von Endorphinen und Neurotransmittern
die neben einer Schmerzlinderung auch ausgleichend auf des vegetative Nervensystem
wirken. Der psychologische Effekt spielt ebenfalls eine große Rolle.
In Beobachtungsstudien konnte sich die Akupunktur als wirksames Mittel zur Schmerzreduktion bei Kniegelenksverschleiß (Gonarthrose) und
Kreuzschmerzen (Lumbalgie) beweisen. Für diese beiden Indikationen wurde die Akupunktur
in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen.
Indikationen
Die Akupunktur kommt vor allem für Erkrankungen in Frage die auf einer gestörten
Organfunktion beruhen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die
Akupunktur für:
- Kopfschmerzen und Migräne
- Neuralgien
- Trigeminusneuralgie
- periphere Neuropathie
- Lähmungen nach Schlaganfall
- Gelenksverschleiß
- Kniegelenkleiden
- Hüftgelenkleiden
- Schulter-Arm-Syndrom
- Tennisellbogen
- Wirbelsäulenleiden wie HWS und LWS-Syndrome
- Lumboischialgien (Hexenschuss)
- Erkältungskrankheiten (Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Bronchialasthma)
- Magen-Darm-Probleme (Verstopfung, Durchfall)
- Schwindel
- Meniere-Krankheit
- Weichteilrheumatismus
Unterstützend wird die Akupunktur eingesetzt bei:
- Allergien
- Raucherentwöhnung
- Unterstützung beim Abnehmen
- Regelstörungen
- Schlafstörungen
- Generell bei allen funktionellen Störungen
Akupunktursitzung
Es werden lokale Schmerzpunkte und Veränderungen im Meridianverlauf erfasst.
Die Behandlung erfolgt meist im Liegen gelegentlich auch im Sitzen in einem ruhigen
separatem Raum. Die Punkte werden mit sterilen Einwegnadeln punktiert, entweder
senkrecht zur Hautoberfläche oder schräg in den Meridianverlauf.
Je nach Stichtechnik kann bei Schwächezuständen der Meridian angeregt (stimuliert) oder gedämpft (sediert) werden. Zur Anwendung kommen meist 10 bis 20 Nadeln die zwischen 15 und 30 Minuten liegen bleiben. Die Abstände zwischen den einzelnen Sitzungen betragen mehrere Tage bis eine Woche, 10 bis 15 Sitzungen sind meist erforderlich.
Komplikationen
Es kann zu kleinen punktuellen Blutungen kommen, die aber sehr selten einen kleinen blauen Fleck hinterlassen, da nur sehr dünne Nadeln verwendet werden.
Eine kurzzeitige Verschlimmerung der Beschweren ("Erstverschlimmerung") ist eigentlich ein
gutes Zeichen, da es eine Reaktionsfähigkeit des Körpers bedeutet.
Dies ist ein Phänomen nahezu fast aller Naturheilverfahren.
Ein Kribbeln, Brennen oder Wärmegefühl im Meridianverlauf ("Qi-Gefühl") ist durchaus
normal. Der Einstich ist nur wenig schmerzhaft.
Kontraindikationen
Schwere neurologische und psychiatrische Erkrankungen stellen eine Kontraindikation für
die Akupunktur dar ebenso Hauterkrankungen im Bereich der Nadelungspunkte.
Etwa 20% der Patienten sprechen nicht auf die Akupunktur an, wenn nach etwa 5 - 6
Sitzungen keine spürbare Linderung eingetreten ist sollte die Therapie beendet werden.
Kosten
Die Abrechnung erfolgt gemäß der Gebührenordnung für Ärzte GOÄ.